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Verletzungsvorsorge / Concussion Management bei den Steelers

Vorsorge kann auch Spaß machen: Shawn Weller und Dr. Wolfgang Kringler beim Test für die Kopfleistung

Eishockey ist eine Kontaktsportart mit hohen Geschwindigkeiten auf dem Eis. Für den Fall, dass hierbei einer unserer Spieler bei einem Zusammenstoß/Check eine Gehirnerschütterung (Concussion) erlitten hat, versuchen alle medizinisch Beteiligten, den Spieler bestmöglich zu versorgen, damit er möglichst bald ohne Beschwerden ist und wieder für sein Team spielen kann. 

Hierbei zählen nicht nur die offensichtlichen körperlichen Blessuren, sondern auch die vielleicht nur auf den zweiten Blick erkennbaren Kopfverletzungen. Um für diesen Fall zuverlässige Vergleichszahlen zu haben, nehmen Pirmin Härle (Physiotherapeut, Steelers) und Dr. Wolfgang Kringler (Sport-Neuropsychologe, Concussion Center SüdWest, Reha-Zentrum Hess) die Spieler zu Beginn der Saison genauer unter die Lupe. 

Es werden mit im Sport international üblichen Checklisten die aktuelle gesundheitliche Situation des Spielers erfasst und Reaktionszeittests durchgeführt. Da viele Kopfverletzungen mit Problemen der Augenbewegungen einhergehen, wird ein Eyetracking durchgeführt. Hierbei werden die Augenbewegungen bei den Tests aufgezeichnet, um sie später bei einer Gehirnerschütterung (Concussion) mit den dann erhobenen Daten zu vergleichen. 

Der Datenabgleich gibt Hinweise, welche Verletzungen der Spieler genau erlitten hat und wie die geeignete Therapie dann zeitnah aussehen muss. Ziel ist es, den Spieler wieder gesund zu bekommen und ihn schnellstmöglich und bestmöglich ins Spiel zurückzubringen. Dass dies bei jungen Leistungssportlern nicht immer ein einfaches Unterfangen ist, wissen die beiden inzwischen aus Erfahrung gut. Hoffen wir für die Saison, dass „unsere Jungs“ ohne größere Verletzungen auf dem Eis bleiben! 

von Patrick Jonza

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